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7. Lauf Rundstrecken Challenge Nürburgring - Gelungener Reifenwechsel

Schon Freitags reiste das Team von Steinhaus Motorsport aus Wermelskirchen zum siebten Lauf der Rundstrecken Challenge Nürburgring in die herbstliche Eifel. Bei Schirmer-Race-Engineering in Kelberg, nicht weit von der Nordschleife entfernt, sollte die Performance des bärenstarken BMW M3 E46 noch optimal auf die neuen Reifen abgestimmt werden. Um es vorwegzunehmen - es gelang perfekt.

Am Morgen vor dem Rennen war der Himmel noch dicht mit Wolken verhangen. Die Strecke war feucht und auch die Temperaturen von gerade mal 6 Grad ließen keine richtige Stimmung aufkommen. Als jedoch unmittelbar vor dem Start der Asphalt der legendären Nordschleife abtrocknete, wechselten fast alle 152 Teams noch schnell auf die unprofilierten Rennreifen. Auch Dirk Steinhaus ging als Startfahrer des Pantere-M3 mit Slicks ins Rennen und kam auf Anhieb mit den erstmals eingesetzten Michelin-Reifen bestens zurecht.

Der Senior des Vater-und-Sohn-Teams gewöhnte sich schnell an die Qualitäten der neuen Slicks und fuhr alle Sprintrunden konstant unter acht Minuten. Nach sieben problemlosen Runden konnte er - auf dem 3. Gesamtplatz liegend - den M3 beim planmäßigen Tankstopp an seinen Sohn übergeben. „Alles lief prima,“ bestätigte er, als Niklas Steinhaus schon wieder auf der Strecke war. „Mit dem Wechsel zu Michelin haben wir wieder einen großen Schritt nach vorn gemacht.“

Bei Niklas lief es nicht so optimal wie bei seinem Vater: „Zum Glück fuhr ich meine Tank-out-Runde recht zügig und kam erst zum Ende meiner Bestätigungsrunde in den leicht einsetzenden Regen.“ Den möglichen Strafpunkten konnte er dank beherzter Fahrweise so gerade noch entgehen. Doch die Niederschläge wurden stärker, das Fahren mit den profillosen Slicks auf der nassen Strecke zum Vabanquespiel. Nach intensiven Funkverkehr mit seiner Servicecrew entschloss sich der Wermelskirchener am Ende der zweiten Sprintrunde die Boxengasse zum Wechsel auf Regenreifen anzusteuern. „Dies hat perfekt funktioniert und durch eine exzellente Teamarbeit haben wir erheblich Zeit gespart,“ lobte er seine engagierten Helfer nach dem Rennen.

Doch nun hatte Niklas Steinhaus mit einem anderen Problem zu kämpfen. Bedingt durch die Kälte und den immer stärker werdenden Regen, war es ihm unmöglich, die Reifen auf die ideale Betriebstemperatur aufzuheizen. In dieser Situation tat er das einzig Richtige: „Ich wollte nichts mehr riskieren und dabei vielleicht das Auto verlieren und damit auch Führung im RCN-Gesamtsieger-Cup.“ Und so fuhr er zwar weiter am Limit, hütete sich aber davor, die berüchtigte Grenze zu überschreiten. Als das Rennen wegen Zeitproblemen schon nach 14 Runden mit der Roten Flagge abgebrochen werden musste, konnte sich Steinhaus Motorsport über den siebten Klassensieg in ununterbrochener Reihenfolge freuen.

Ein toller Erfolg, für den sich Redaktionsbüro Wolfgang Förster www.motor-emotions.de - Tel. 02248 912269 Dirk und Niklas Steinhaus bei ihrem gesamten Team und auch bei Tom Schirmer, der immer mit Rat und Tat zur Seite stand, herzlich bedankten.

Wegen dem vorzeitigen Abbruch konnte diesmal keine Gesamtwertung erstellt werden, sodass die Entscheidung im heiß umkämpften RCN-Gesamtsieger-Cup erst im letzten Saisonlauf am 23. Oktober 2011 fallen wird. Steinhaus Motorsport freut sich auf das Finale, geht das Vater-Sohn-Team doch mit einem Vorsprung von 12 Punkten in den Endlauf.

Text: Wolfgang Förster

Foto: Andreas Adolphs

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